Category Archives: Chip of the week

Touch-Slider mit AT42QT2120

Der AT42QT2120 von Atmel bietet eine sehr einfache Möglichkeit einen linearen Schieberegler über ein Touchpad zu realisieren:

Bildschirmfoto 2015-03-07 um 14.35.03

Dabei ist nur das Layout für die vier Felder des Touchsensors zu beachten:

Bildschirmfoto 2015-03-07 um 14.37.35

Die Felder dürfen dabei recht groß werden (Länge eines Felds bis 20cm ohne nennenswerte Einschränkungen nutzbar).

INA219 Leistungssensor

Für die einfache Überwachung von Stromverbrauchern (Gleichstrom) eignet sich der INA219 hervorragend. Über I2C liefert dieser bis zu 15-Bit genaue Werte über die aktuelle Spannung, den Strom und die daraus berechnete Leistung.

Als externe Komponente ist neben dem obligatorischen Abblockkondensator nur noch der Shunt notwendig. Bis zu 16 Sensoren lassen sich gemeinsam an einem I2C-Bus betreiben: Zwei Adresseingänge, die an Vcc, Gnd, SDA oder SCL gelegt werden legen die Adresse des im kompakten SO-8 Gehäuse daherkommenden Chips fest:

Messwertaufnehmer für 4 Verbraucher mit jeweils bis zu 30A bei 12V, die über M6-Schrauben direkt an den Shunts befestigt werden

Als Shunt kommt die WSMS5515-Serie von Vishay Dale mit 500μΩ zum Einsatz, die bei 30A Last einen Spannungsabfall von 15mV liefern. Durch die Auflösung des INA219 kann diese Kombination Ströme von 1mA messen und die Leistung auf 20mW genau bei einem Maximum von 524W bestimmen.

MAX6966 10-Port Led Treiber

Auf der Suche nach einer Alternative zu der PIC Ansteuerung der RGB-LEDs fand ich bei Maxim den MAX6966, der einen schöne Lösung für die niedrigen Helligkeitsstufen bietet. Für alle Kanäle lässt  sich mit einem gesonderten 3-Bit Register die Konstantstromquelle in 8 Stufen zwischen 1.25 mA und 20 mA einstellen. Wenn ein Kanal einer RGB-Led hell leuchtet spielt die Auflösung der anderen beiden Kanäle ja keine große Rolle mehr.

Für den Hobbybastler ohne Lötstoppmaske leider nicht gut zu verarbeiten: Entweder im 16-poligen TQFN (0,5 mm Pinabstand) oder QSOP Gehäuse (0,635 mm Pinabstand). Zudem sind zwei Stromversorgungen einzuplanen: Einmal die 3,3 Volt Logiklevel und eine zweite für die LEDs (sollte mindestens 1 Volt über der Vorwärtsspannung liegen). Bei meinen bevorzugten Cree CLV1A-FKB LEDs also mindestens 4,2 Volt.

Da die Ausgänge aber auch parallel geschaltet werden können, sind auch 50 mA LEDs (wie z.B. OVSTRGBBCR8 v0n Optek) direkt ansteuerbar.

16 Bit Port Extender mit I2C-Bus PCA9555

Texas Instruments bietet mit dem PCA9555 einen 16 Bit Port-Extender an, von dem maximal 8 Stück parallel an einem I2C Bus betrieben werden können. Insgesamt können so 128 individuell als Ein- oder Ausgang konfigurierbare Leitungen bereitgestellt werden, wobei alle Eingänge bei jedem Flankenwechsel einen Interrupt auslösen.

Die Ausgänge sind in der Lage 25 mA dauerhaft gegen Masse zu schalten, für LEDs also ausreichend.

Sobald die Bestellung da ist, wird an dieser Stelle die dazu passende Arduino Bibliothek veröffentlicht.

Analog Multiplier MPY634

In dieser Kategorie landet von Zeit zu Zeit ein integrierter Schaltkreis, der für den einen oder anderen vielleicht praktisch sein könnte.

Diese Woche: Burr Brown (mittlerweile Texas Instruments) MPY-634. Dieser Chip enthält alles um rein analog Multiplikationen, Divisionen oder die Bestimmung von Quadratwurzeln durchzuführen.

Das Datenblatt auf focus.ti.com sagt eigentlich alles. In dem Zusammenhang gibt es von Analog Devices noch die App-Note MT-079 auf www.analog.com die die Grundlagen dieser (in Vergessenheit geratenen) Bausteine erklärt.